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8-Ball-Spielregeln - nach den Regeln der Deutschen Billard-Union

Wählen sie vor dem Turnier einen Schiedsrichter oder Turnierleiter, der die Einhaltung der Regeln überwacht und dessen Entscheidung in allen Zweifelsfragen gilt.

1.Spielprinzip

8-Ball wird mit einem weißen Ball (Spielball) und 15 farbigen, nummerierten Bällen (Objektbällen) gespielt. Ziel ist es, nach Versenken der Bälle 1-7 („die Vollen“) oder 9-15 („die Halben“) den 8-Ball („schwarze Acht“) mit einem korrekten Stoß in eine (angesagte) Tasche eigener Wahl zu versenken.

2. Ausspielen des Eröffnungsstoßes

Die beiden Spieler legen dazu einen Ball zwischen Längsbande und Längsmittellinie mit freier Lageverbesserung in der jeweiligen Kopffeldhälfte auf. Das Ausspielen geschieht gleichzeitig. Wer seinen Ball nach dem Anspielen der Fußbande der Kopfbande am nächsten platziert, bestimmt, wer die Partie beginnt. Das ausspielen ist verloren, wenn der Ball die Längsbande berührt, in eine Tasche versenkt wird oder in die gegnerische Spielhälfte rollt.

3. Aufbau der Bälle

Die Bälle werden zu einem Dreieck am Fußende des Tisches aufgebaut, wobei die 8 in der Mitte des Dreieckes, der vorderste Ball des Dreieckes auf dem Fußpunkt und an den hinteren Ecken jeweils eine Volle und eine Halbe liegt.

4. Eröffnungsstoß

Der Startspieler legt den weißen Spielball auf einen beliebigen Punkt im Kopffeld auf. Beim Anstoß müssen mindestens 4 Objektbälle eine Bande anlaufen oder einer in eine Tasche versenkt werden. Gelingt dies nicht, kann der Gegenspieler entweder:

- die Lage der Bälle akzeptieren und das Spiel weiterführen oder

- Lageverbesserung mit dem Spiel im Kopffeld vornehmen oder

- die Bälle neu aufbauen lassen und bestimmen, wer einen neuen Eröffnungsstoß machen soll.

Fällt die „schwarze Acht“ beim Eröffnungsstoß, hat der Spieler die Wahl zwischen einem neuen Aufbau oder der Fortführung des Spiels, indem die „8“ auf dem Fußpunkt wieder aufgebaut wird. Fällt die „Weiße“ ebenfalls, hat der Gegner die genannten Auswahlmöglichkeiten. Wurde dabei jedoch ein Foul gespielt, kann der Gegenspieler bestimmen, wer den nächsten Eröffnungsstoß machen soll. Fällt der weiße Spielball beim Eröffnungsstoß (Foul), verbleiben auch alle versenkten farbigen Bälle in der Tasche fallen.

5. Das Spiel

Sofern nach einem korrekt ausgeführten Eröffnungsstoß  kein Objektball versenkt wurde, hat der aufnehmende Spieler offenen Tisch und kann einen beliebigen Ball (außer 8) anspielen, um einen Objektball ohne Ansage zu versenken.

Fallen beim Eröffnungsstoß sowohl „Volle“ als auch „Halbe“ in die Taschen, kann sich der Startspieler die Nummernserie immer noch auswählen. Dazu muß er aber den nächsten Ball ansagen und korrekt in eine angesagte Tasche versenken. Der Spieler kann seine Stöße solang weiterführen, wie er die Bälle des Gegners versenkt, auch wenn dabei gleichzeitig Bälle des Gegners versenkt werden. Die Bälle des Gegenspielers bleiben in den Taschen, auch wenn ein Foul begangen wurde. Eigene Bälle, die durch ein Foul versenkt wurden, werden wieder aufgelegt.

  Abgabe des Spiels:  

Bei einem Foul oder wenn es nicht gelingt, einen Ball mit einem korrekten Stoß in eine Tasche zu versenken, spielt der Gegner weiter. Ebenso, wenn ein angesagter Ball in eine falsche Tasche versenkt oder ein Objektball mit Ansage „Sicherheit“ versenkt wird.

    Sicherheitsspiel:

Sicherheitsstöße sind möglich, müssen aber angesagt werden. Nachdem der Spielball den Objektball getroffen hat, muß der Objektball oder ein anderer Ball oder der Spielball eine Bande berühren oder es muß ein Ball versenkt werden. Gelingt dies nicht, liegt ein Foul vor. Werden farbige Bälle versenkt, bleiben alle (eigene und gegnerische) in den Taschen. Dasselbe gilt für unkorrekt versenkte eigene Bälle.

  Gewinner des Spiels:  

Das Spiel hat gewonnen, wer den 8-Ball korrekt in die angesagte Tasche spielt. Vorher müssen jedoch alle Bälle der eigenen Serie ordnungsgemäß versenkt werden.

  Das Spiel verloren: wenn  

-die 8 vorzeitig versenkt wird (Ausn.: Eröffnungsstoß)  

-die 8 außerhalb der Spielfläche zur Ruhe kommt (Ausn.: Eröffnungsstoß)  

-die 8 mit einem Foul versenkt wird (Ausn.: Eröffnungsstoß)  

-die 8 in eine andere als die angesagte Tasche gespielt wird.

6. Fouls

Wenn der weiße Spielball keinen farbigen Ball trifft.

Wenn der Objektball nicht als erster getroffen wird (die eigene Farbe).

Wenn ein Objektball zwar zuerst getroffen wird, danach aber kein Ball eine Bande anläuft oder in eine angesagte Tasche fällt.

Wenn ein Objektball außerhalb der Spielfläche zur Ruhe kommt.

Wenn der weiße Spielball in eine Tasche versenkt wird oder außerhalb der Spielfläche zur Ruhe kommt.

Wenn ein Spieler vor, während oder nach einem Stoß einen Ball mit seinem Queue, seiner Kleidung oder einem Körperteil etc. berührt.

Wenn ein Spieler während des Stoßes mit keinem Fuß Kontakt zum Boden hat.

Wenn ein Spieler weiterspielt, bevor alle Bälle auf dem Tisch zur Ruhe gekommen sind.

Wenn ein Spieler einen Ball anspielt, der direkt an der Bande liegt, ohne dass es gelingt, einen Ball zu versenken, und wenn dieser an der Bande liegende Ball keine andere Bande berührt und die „Weiße“ nicht an eine andere Bande gespielt wird, nachdem sie den Ball an der Bande berührt hat, noch ein anderer Ball eine Bande berührt. Wenn keine dieser 4 Bedingungen erfüllt wurde, liegt ein Foul vor.

Wenn ein Spieler „Ball-in-Hand“ hat und vom Kopffeld aus anstoßen soll, aber trotz Hinweis des Schiedsrichters weiterspielt, wenn der weiße Spielball außerhalb des Kopffeldes liegt.

Wenn ein Spieler einen Stoß mit extremen Rückzieher spielt und mit absichtlichem Abrutschen versucht, einen Ball zu überspringen. Abrutschen ist bei Springstößen immer ein Foul.

Wenn der Spielball nicht direkt an einem Objektball liegt und das Queue den Spielball zweimal trifft oder ihn noch berührt, wenn dieser den Objektball trifft.(Durchstoß).

Liegt der Spielball direkt (press) an einem Objektball, so ist ein normaler Stoß auf diesen Ball erlaubt. Bewegt sich dieser Ball, gilt er als vom Spielball getroffen.

Wichtig dabei ist, keinen dritten Ball über den Kontakt mit dem Queue, dem Spielball oder dem Objektball zu bewegen, sonst liegt ein Foul vor.

7. Nach einem Foul

Alle im Zusammenhang mit dem Foul versenkten Bälle bleiben in den Taschen (Ausnahme: 8 beim Eröffnungsstoß).

Lageverbesserung:

Nach einem Foul spielt der Gegner weiter und hat „Ball-in-Hand“ . D.h. er darf die „Weiße“ auf  einen selbst bestimmten Platz der gesamten Spielfläche legen und von dort aus weiterspielen.

Foul beim!). Dann kann der Objektball auf dem Fußpunkt neu aufgesetzt werden. Liegen alle Objektbälle im KopffeldEröffnungsstoß:

Der aufnehmende Spieler darf „Ball-in-Hand“ nur vom Kopffeld aus spielen. Innerhalb des Kopffeldes darf kein Ball direkt angespielt werden. Die „Weiße“ muss vorher das Kopffeld verlassen haben. Liegt der angesagte Ball außerhalb des Kopffeldes, muss die „Weiße“ das Kopffeldes nicht unbedingt verlassen. Alle mit diesem Foul versenkten Bälle bleiben in den Taschen. 

Doppelte Lageverbesserung

ist erlaubt, wenn bei „Ball-in-Hand“ nur vom Kopffeld aus gestoßen werden darf und der farbige Objektball ebenfalls im Kopffeld liegt (kein direkter Stoß im Kopffeld,  wird derjenige Ball neu aufgelegt, der der Kopflinie am nächsten liegt. Haben zwei oder mehrere Bälle den gleichen Abstand, so kann der betreffende Spieler aussuchen, welcher Ball auf dem Fußpunkt neu aufgelegt werden soll.

Absichtliches Foul:

ist es offensichtlich, dass der Spieler dadurch die Lage der farbigen Bälle verändern will, kommt die Regel für unsportliches Verhalten zur Anwendung: Der Spieler wird verwarnt und verliert das Spiel. Begeht ein Spieler während eines Turniers zum zweiten Mal ein absichtliches Foul, wird er sofort disqualifiziert.

8. Ansage

Nachdem die Nummern-Serie gewählt wurde, müssen alle Bälle und Taschen angesagt werden, außer es ist eindeutig ersichtlich, welche Bälle in welche Tasche gespielt werden. Für die Ansage der Stöße (Ball und Tasche) ist der Spieler selbst verantwortlich. Unterlässt er dies, so kann der Schiedsrichter den versenkten Ball akzeptieren oder auf Fehler entscheiden.